MRT (Magnetresonanztomographie)

MRT Diagnosezentrum WolfsbergMRT

Was ist eine MRT?

Die Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie (abgekürzt MR oder MRT) ist eines der neuesten bildgebenden Verfahren der Radiologie, das keine Röntgenstrahlen verwendet.

Die Technik beruht auf einer Eigenschaft der Wasserstoffatome unseres Körpers und deren Verhalten in einem Magnetfeld.

Jedes Wasserstoffatom hat einen Kernspin, dh. einen Drehimpuls um seinen Schwerpunkt. Dieser richtet sich entlang eines Magnetfeldes aus. Der Effekt wird Magnetresonanz genannt.

Der Wechsel elektromagnetischer Impulse / Felder verändert kurzfristig die Achse des Kernspins. Die Änderung der Achse und Rückkehr in die Ausgangsposition sind mit Energieänderungen verbunden. Diese minimalen Auswirkungen können in der MRT gemessen werden und mittels komplexer physikalischer Formeln in Bilder umgewandelt werden. Der zu untersuchende Körperteil wird mit einer sog. Spule abgedeckt, über die die erforderlichen magnetischen Wechselfelder erzeugt werden. Die dabei im Körper entstandenen Signale werden als Wechselspannung aufgenommen.

Aufklärungsblatt zur Untersuchung

Aufklärungsmerkblatt für die Magnetresonanztomographie, neue Version 9/2009
MRT_deutsch.pdf (108.55 KByte)

Aufklärungsblatt in weiteren Sprachen

Englisch
MRT_englischV2.pdf (104.26 KByte)

Französisch
MRT_franzoesisch.pdf (105.62 KByte)

Kroatisch
MRT_kroatisch.pdf (127.94 KByte)

Serbisch
MRT_serbisch.pdf (122.21 KByte)

Türkisch
MRT_tuerkisch.pdf (126.40 KByte)

Weitere Fragen?

Wann wird eine MRT durchgeführt?

Die Vorteile der MRT bestehen in der guten Beurteilbarkeit von Weichteilen, wie beispielsweise der  inneren Organe, Gelenke und Blutgefäße. Wobei sowohl eine Erkrankungsursache gefunden oder der Verlauf einer Erkrankung kontrolliert werden kann, um das Ansprechen der Therapie zu bestätigen.

MR-Schädel / Gehirn

MR-Halsweichteile

MR-Wirbelsäule mit Bandscheiben und Rückenmark

MR-Bauchorgane / (MR-Abdomen)

MR-Brust (MR-Mammographie)

MR-Blutgefäße (MR-Angiographie)

MR-Gelenke

Wie läuft die Untersuchung ab?

Bei der von uns durchgeführten Untersuchung liegen Sie auf einem Untersuchungstisch, der in die breite Öffnung eines übergroßen Magneten reicht. Durch die Messungen der Untersuchung entstehen teilweise klopfende Geräusche, weswegen sie während der Untersuchung Kopfhörer/ oder Ohrstöpsel erhalten.

Unsere Assistentinnen sind mit Ihnen in ständigem Sichtkontakt und können über eine Sprechanlage mit Ihnen kommunizieren. Zum Gefühl ihrer Sicherheit erhalten Sie zusätzlich einen Signalball, der im Notfall gedrückt werden kann.

In einigen Fällen ist auch die Verabreichung von Kontrastmittel über eine Vene erforderlich. Unter dem Punkt “Was ist Kontrastmittel?” können Sie mehr darüber erfahren.

Was sollte ich vor der Untersuchung beachten?

Für die meisten Untersuchungen werden keine speziellen Vorbereitungen benötigt. Eine Zuweisung sowie eine Terminvereinbarung sind notwendig.

Damit die Gabe von Kontrastmittel möglich ist, werden Sie ersucht 4h vor der Untersuchung nichts zu essen. Trinken ist erlaubt. Das eingesetzte Kontrastmittel ist für 99% der Patienten gut verträglich. Einschränkungen bestehen lediglich im Falle einer gestörten Nierenfunktion.

Spezielle Informationen für Patienten mit Herzschrittmacher, künstlichen Gelenken, Gehörimplantaten oder Ähnlichem:

In den meisten Fällen wird der Arzt im Anschluß an die Untersuchung ein Gespräch mit Ihnen führen und Sie über das vorläufige Ergebnis informieren.

Mit dem endgültigem schriftlichen Befund erhalten Sie auch Bilder und eine CD ihrer Untersuchung.

Was ist Kontrastmittel und wozu wird es benötigt?

In unterschiedlicher Art werden Kontrastmittel für manche Untersuchungen in CT, MRT oder RÖ eingesetzt,um Organe und krankhafte Prozesse besser darzustellen und abzugrenzen.

Je nach Untersuchungsregion werden folgende KM-Typen gebraucht

  1. Jodhältige Kontrastmittel, die über eine Vene injiziert werden. Für die Verabreichung dieser KM gelten besondere Regeln und Voraussetzungen. Zum Einsatz kommen Sie in der CT, bei Gefäßuntersuchungen im Röntgen.
  2. Bariumhaltige, milchige  Kontrastmittel, die für die Kontrastierung des Verdauungstraktes zum Trinken oder als Einlauf bei CT oder Röntgen verabreicht werden.
  3. Auch Wasser kann zum Kontrastieren des Verdauungstraktes bei CT oder MRT eingesetzt werden.

Über die Vene verabreichte Kontrastmittel sind im Allgemeinen gut verträglich. Selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Am häufigsten mit vorübergehendem Hautausschlag, manchmal mit Übelkeit. Wesentlich seltener treten schwere Kreislaufreaktionen oder Atembeschwerden auf. 97% der Untersuchungen mit Kontrastmittel verlaufen ohne Auffälligkeiten.

Jodhältige Kontrastmittel dürfen nicht verabreicht werden, wenn

  1. Eine bekannte Unverträglichkeit im Sinne einer Allergie gegen KM vorliegt
  2. Eine Überfunktion der Schildrüse bekannt ist

 

Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die

  1. unter einer Funktionsschwäche der Nieren/ Niereninsuffizienz leiden
  2. an Diabetes erkrankt sind und mit best. Medikamenten in Tablettenform behandelt werden.
  3. eine nuklearmedizinische Untersuchung der Schilddrüse geplant haben.

Daher wird bei Patienten über 50 Jahren oder bekannter Nierenfunktionsstörung um die Abklärung der Nierenfunktionswerte (Kreatinin) vor der Untersuchung ersucht.

Bei Schiddrüsenfunktionsstörung wird zudem die Bestimmung eines TSH-Wertes benötigt.

Diabetiker werden gebeten dies bei der Anmeldung bekannt zu geben. Bestimmte Tabletten (Metformin beinhaltende orale Antidiabetika)  sollten am Tag der Untersuchung nicht eingenommen werden.

Wann darf eine MRT nicht durchgeführt werden?

MRT Untersuchungen benötigen keine Röntgenstrahlung, daher sind Einschränkungen, wie bei Röntgen oder Computertomographie nicht gegeben.

Allerdings dürfen keine Metalle mit magnetischen Eigenschaften in den Untersuchungsraum gelangen und es schließen sich daher Untersuchungen in folgenden Fällen aus:

  • Fremdkörper nach Verletzung (insbesondere in der Nähe sensibler Organe, wie Augen, Gefäßen)
  • Innerhalb der ersten 3 Monate nach Operationen im Bauchraum, am Gehirn oder an Blutgefäßen
  • Metallische Prothesen, die vom Hersteller als nicht MR-tauglich erklärt sind

Wenn Sie einen Herzschrittmacher oder Herzklappenprothese tragen, dann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, außer wenn sie einen Implantatpass besitzen oder eine schriftliche Bestätigung Ihres Operateurs, der die MR-Tauglichkeit bestätigt.

Keine Probleme in der MR-Tauglichkeit bestehen im Normalfall bei Gelenksprothesen (zB künstliches Hüftgelenk oder Kniegelenk), Bypässe oder Gefäßstents.

Wann erfahre ich das Untersuchungsergebnis?

In den meisten Fällen wird der Arzt im Anschluss an die Untersuchung ein Gespräch mit Ihnen führen und Sie über das vorläufige Ergebnis informieren.

Mit dem endgültigen schriftlichen Befund erhalten Sie auch Bilder und eine CD ihrer Untersuchung.

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